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Valentinstag im Großhandel erneut mit gutem Ergebnis

Blumengroßhändler konnten hohes Niveau der Vorjahre halten

Es bleibt dabei, rote Rosen sind am Valentinstag unverzichtbar. Trotz hoher Preise war die Nachfrage sehr hoch.

Die Blumengroßhändler im BGI äußerten sich über alle Regionen hinweg sehr positiv über den Geschäftsverlauf am diesjährigen Valentinstag. Natürlich waren wieder Rosen am meisten nachgefragt und die rote Rose ist nach wie der wichtigste Umsatzträger. So war von einigen Großhändlern zu hören, dass die Farben Rosa und Pink, die 2019 gut liefen, in diesem Jahr weniger nachgefragt wurden. „Da gehen die Schenker wohl auf Nummer sicher“, konstatierte ein Großhändler.

Sehr hohe Einkaufspreise bei roten Rosen

Die Einkaufspreise für Rosen wurden in diesem Jahr von unterschiedlichen Wetterlagen in den Erzeugerländern bestimmt. Während Kenia mit Regen und einer verzögerten Produktion zu kämpfen hatte, konnten Äthiopien und Ecuador eine gute Wetterlage und eine höhere Produktion vermelden. Die Verknappung der kenianischen Rosen führte zu deutlichen Preisanstiegen von 10 bis 20 Prozent bei den roten Rosen. Die anderen Rosen wurden zu „normalen“ Preisen gehandelt. Die Qualität der Ware wurde von den deutschen Großhändlern insgesamt als gut eingestuft. Auch andere Produkte konnten vom Valentinsgeschäft profitieren, so wurden häufig gemischte Sträuße verkauft und insbesondere das Tulpenangebot war sehr groß und durch die Warenmenge auch günstig im Einkauf.

 Wettereinflüsse und Just-in-Time-Bestellungen

Das Vor-Valentinsgeschäft verlief aufgrund der angespannten (Sturm-)Wetterlage in ganz Deutschland eher schleppend. „Unsere Kunden haben vor Valentin sehr zögerlich bestellt, keiner will mehr ein Risiko eingehen“, beschreibt ein Großhändler die Situation. Zu knapp kalkulierte Vor-Order und gutes Wetter am Valentinstag selbst führte zu einigen Logistik-Engpässen. „Das Blumengeschäft, dass am Valentinstag mittags ausverkauft ist, hat bei der Planung wohl etwas falsch gemacht“, merkt dazu ein Händler aus dem Westen an. „Früher war für den Großhandel am Valentinstag selbst das Geschäft bereits gelaufen, heute liefern wir noch bis spät abends aus, weil die Blumengeschäfte extrem vorsichtig ordern.“ So waren die Fahrer der Großhändler auch noch am Valentinstag selbst lange im Großeinsatz und hatten am Wochenende die Lager leer, denn auch das Nachgeschäft wurde allseits als gut bewertet. Der Trend zur Just-in-Time-Bestellung setzt sich also fort. Einige Blumengroßhändler stellen sich aufgrund dieses Bestellverhaltens ihrer Kunden die Frage, ob der Blumenfacheinzelhandel sein Potenzial zu vorsichtig einschätzt und der Branche dadurch mögliche Umsätze verloren gehen. Ein Großhändler kritisiert ganz deutlich: „Meine Kunden waren nicht gut vorbereitet.“

Mit Fairtrade-Rosen lassen sich junge Käufer gut ansprechen.

Fairtrade für Parteien und Schulen

Fairtrade Rosen bleiben bei einem stabilen Umsatzanteil, haben in den Fachhandelsumsätzen der befragten Großhändler aber keinen Sprung nach oben gemacht. Hier spielt sicher der LEH mit günstigen Fairtrade-Rosenbunden eine Rolle. Im Süden wurden Fairtrade Rosen vor allem von Parteien zum Valentinstags im Kommunalwahlkampf nachgefragt, berichtet ein Großhändler. „Political correctness“ wird dort beim Blumengeschenk also groß geschrieben. Auch Schulen werden zum Umsatzträger, so Großhändler aus dem Süden und Westen Deutschlands. Hier finden in Schulen Rosenaktionen statt, bei denen Rosen an Mitschüler oder an Eltern und Freunde verschenkt werden, um die Abikasse aufzubessern oder Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Bei diesen Aktionen werden auch gerne Fairtrade-Rosen nachgefragt und über Online-Shops bestellt.

So erwies sich der diesjährige Valentinstag am Freitag als guter Blumentag mit starker Nachfrage zum Wochenende. Im nächsten Jahr wird die Vorbereitung und Vororder eine besondere Rolle spielen, um erneut gute Ergebnisse erzielen zu können, denn der 14. Februar liegt 2021 auf dem Fastnachtssonntag vor Rosenmontag.


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