Strategien für den deutsch-italienischen Blumengroßhandel

Vertreter des Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI)  besuchten die führenden Exporteure von Blumen und Pflanzen in Ligurien. Dabei stand die Auffrischung der schon seit langen Jahren bestehenden Freundschaft mit der A.N.C.E.F. (Italienischer Großhandelsverband für Blumen) zunächst im Vordergrund der Gespräche.

Europäische Perspektive der Zusammenarbeit im Fokus

Mit Präsident Silvio Bregliano und weiteren 15 Vertretern des Verbandes sprachen BGI Präsident Jan Roelofs und BGI Geschäftsführer Frank Zeiler über eine engere Kooperation beider Verbände.

Welche Chancen und Möglichkeiten dabei der Produktions- und
Handelsstandort Italien für den Warenbezug hat, diskutierten Roelofs und Zeiler anschließend mit Sandro Cepollina, dem Präsidenten der CONFINDUSTRIA, dem ital. Industrieverband.

Als Vorsitzender des EU-Ausschusses der Union Fleurs, dem Weltverband des Blumengroßhandels, vertritt Präsident Roelofs die Interessen des gesamten europäischen Blumengroßhandels bei der europäischen Kommission in Brüssel.

So war es selbstverständlich, die Gespräche mit Präsident Cepollina und  Präsident Bregliano über die Belange der Region Ligurien hinweg auf eine gesamteuropäische Strategie zu lenken. Dabei Stand die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette im Mittelpunkt der Diskussion. Dies im Zusammenhang mit dem im gesamten Agrarbereich anliegenden Aufgaben, wie die CO2 Belastung, die Bedeutung von regionalen Produkten innerhalb Europas sowie Zölle und Tarife im Importbereich aus Drittländern.

Die Vertreter beider Organisationen waren sich einig, dass es in Zukunft aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen stark auf eine Reorganisation der europäischen Warenströme für Zierpflanzen ankommen wird. Der Gedanke einer Zentralisierung sämtlicher Waren und Güter muss in Richtung einer modernen Konzeption mit zentral-dezentralen, auf europäische Großregionen hin ausgerichteter Strategie weiterentwickelt werden.

Dies ermöglicht deutlich besser als bisher die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Verteilung von regionaler Produktion in Kombination mit Importen aus Europa und Drittländern. Für eine bessere Situation in der grünen Branche, für die Menschen und für die Umwelt.

Eine effektive Restrukturierung der logistischen Abläufe in der Wertschöpfungskette stellt erhebliche Chancen für Produktion und Handel in den europäischen Regionen in Aussicht. Dies kann nur gelingen, wenn dabei ein offenes, vertrauensvolles und partnerschaftliches Denken nationales Vorteilsdenken überwindet und eine europäische Perspektive in den Vordergrund rückt.

Der Besuch des BGI und die vielen geführten freundschaftlichen Gespräche sollen dazu beitragen, einen solchen Weg in die politische Diskussion einzubringen.


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