„Das Geld fährt auf der Straße“

BGI lud zum 3. Schnittblumentag der Großhändler nach Straelen

Vielfältige Informationen und Diskussionen rund um die Logistik bei der Warenbeschaffung und Distribution von Schnittblumen prägten den BGI-Schnittblumentag in Straelen.

Pflanzen und insbesondere Schnittblumen stehen für Frische und diese erreicht man vor allem durch Geschwindigkeit in der Kette und das auch bei saisonalen Spitzen und temperaturbedingten Schwankungen. Eine funktionierende Logistik ist daher ein Kernfaktor des Erfolges – sowohl Inhouse mit eigenem Fuhrpark oder ausgelagert an Dienstleister und Spediteure bis zum Kunden.

Dabei muss die Logistik in der Zierpflanzenbranche mehr als reinen Transport anbieten: Die Zukunft für den Schnittblumen-Groß- und Importhandel heißt: Supplychain-Manager oder Wertschöpfungskettenpartner für seine Kunden zu werden und dabei Waren- und Logistik-Know-how zu bündeln. Der Weg vom einzelnen Blütenstiel in der Gärtnerei bis zum Kunden, umfasst eine Vielzahl von Handling- und Verarbeitungsstufen, die sich auf das Produkt, seine Qualität, die Kosten und die Vermarktbarkeit im Handel auswirken. Parallel zur Ware fließen in der Wertschöpfungskette heutzutage auch Information, Service-Leistungen, Bearbeitungsprozesse und Netzwerkarbeiten in gut strukturierten Systemen.

Wie sich digitale Marktplätze und neu erschlossene und organisierte Beschaffungswege auf die Rolle des Großhandels auswirken können, und wie sich Logistikunternehmen und Handelsplattformen auf die neuen Bedürfnisse einstellen, berichteten Unternehmen aus der Branche in den Niederlanden und Deutschland darunter die Firmen Zentoo – Chrysanthemen, Plant Concept, die Handelsplattform FloraMondo, das Global Sourcing von Royal FloraHolland, Decorum und Post NL.

Die Teilnehmer des Schnittblumentages stellten sich der Diskussion um neue Perspektiven, in einem Markt mit sich nachhaltig verändernden Kundenstrukturen und kamen zu dem Schluss, dass in Netzwerken von der Ware bis zur Warenverteilung neue Chancen liegen. Die Herausforderungen in der Logistik werden weiter zunehmen, der Großhandel als Frische-Partner muss Sortimente und Transporte zusammenführen, für eine optimale Warenversorgung zum Nutzen seiner Kunden und für eine kosteneffiziente Logistik. Dabei liegen die Chancen des Großhandels in der Nutzung der IT zur Beschleunigung und Strukturierung von Prozessen. Auf der anderen Seite ist die Kenntnis lokaler Märkte und Regionen, der enge Kontakt zum Handelspartner sowie das Wissen über dessen Geschäftsmodel eine ausgezeichnete Basis für eine wertstiftende Partnerschaft zwischen dem Groß- und Importhandel und seinen Geschäftspartnern.


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