BGI auf neuen Wegen

Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels e.V. (BGI) beschloss Satzungsänderung.

Von Kathrin Scheumann, TASPO 15. September 2011

Vom 9. bis zum 11. September hielt der BGI seinen diesjährigen Verbandstag in Berlin ab, wobei eine ganztägige Vortragsveranstaltung dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet war. Welch hohe Bedeutung ihm aktuell zukommt, zeigen nicht nur Tendenzen in Deutschland sondern auf globaler Ebene auch die teilweise rasanten Entwicklungen in Dritt- und Schwellenländern, von denen westliche Industriestaaten mittlerweile unmittelbar tangiert werden. Längst haben sich Diskussionen um Menschenrechte hier auf das Geschehen im Bereich des Umweltschutzes ausgedehnt. Dem hoch aktuellen Veranstaltungsprogramm waren 90 Teilnehmer gefolgt.
Neben der engagierten Auseinandersetzung mit den Strategien nachhaltiger Unternehmensausrichtung nutzte der Verband die mehrtägige Zusammenkunft auch für das Festlegen eigener Zielsetzungen. Der dabei beschlossenen Neuausrichtung war in den letzten 15 Monaten eine intensive Vorarbeit voraus gegangen, die unter anderem eine von Dr. Marianne Altmann, Co Concept Luxemburg, erstellte Marktprognose  beinhaltet. Basierend auf der detaillierten Analyse von Handelsstrukturen (Einzelhandel, Fach- und Sortimentsgroßhandel) im deutschen Markt sowie den absehbaren Marktentwicklungen bis zum Jahr 2020 begibt sich der BGI nunmehr in einen Entwicklungsprozess, der seine Mitglieder in den kommenden Jahren effektiv und wirkungsvoll unterstützen soll. Er durchläuft dabei eine Metamorphose, die mit der in Berlin beschlossenen Satzungsänderung auf eine solide Basis gestellt wurde. Denn als beinahe revolutionär kann die Öffnung der bislang auf den Im- und Export von Schnittblumen fokussierten Verbandsstrukturen für nunmehr alle Sortimentsbereiche, so auch Topf- und Gartenpflanzen, bezeichnet werden. Gleichzeitig öffnet sich die bislang auf inhabergeführte Unternehmen ausgerichtete Gemeinschaft nunmehr allen wirtschaftlichen Gesellschaftsformen. Der somit neu entstehende Handelsverband für die grüne Branche will mit dem Ziel der Förderung von Aufrecht- und Gesunderhaltung des Großhandels mit Blumen und Pflanzen in Deutschland den Herausforderungen einer globalisierten Welt Rechnung tragen. Kritisch hinterfragt wurde in diesem Zusammenhang auch die Funktionsweise einer modernen, leistungsfähigen Verbandsarbeit, die sich in heutiger Zeit nicht mehr ausschließlich an Tradition und Gemeinschaftsgefühl orientieren kann. BGI und Co Concept erstellten daher in Kooperation ein völlig neues, auf Demokratie, Effizienz und angepasstes Wachstum ausgerichtetes Verbandskonzept sowie die zugehörigen Leitlinien der Neuausrichtung. Vier Kriterien – Lobbyarbeit, Qualifizierung sowie Netzwerke und Serviceleistungen – bilden dabei die Schwerpunkte künftiger, nachfrageorientierter und vordenkender Vorgehensweise. Die bislang noch unzureichende Kooperation der BGI-Mitgliedsunternehmen untereinander soll durch den Verband in allen vier Bereichen Förderung erfahren, um vorhandene Potenziale, die sich durch Synergien und strategische Allianzen erschließen lassen, auch nutzen zu können. Beispiele dafür finden sich sowohl in der politischen Lobbyarbeit, das heißt stärkeren Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen, Institutionen und Partnerverbänden als auch in Möglichkeiten der wirtschaftlichen Kooperation, so beispielsweise der gemeinsamen Anschaffung von Betriebsmitteln, wie Energie, dem gemeinsamen Einkauf oder der Aus- und Weiterbildung von qualifizierten Mitarbeitern.
Um in der künftigen Verbandsarbeit einen hohen Effizienzgrad gewährleisten und die aktive Mitarbeit aller Mitglieder ermöglichen zu können, beschloss die Delegiertenversammlung des BGI in Berlin die Abschaffung der Landesverbände und somit des Delegiertensystems. Neu ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der Bildung dauerhafter oder auch temporärer Interessengruppen (Arbeitskreise), deren Vertreter kooptierend im Vorstand verankert werden können.

Kathrin Scheumann, TASPO 15. September 2011


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